|
Warum?
Ja, warum
blogge ich eigentlich ... Nach einem halben Jahr war es
klar. Am Anfang war es erst mal drauflosschreiben auf einen starken
inneren Antrieb hin. Ich will und muss den Finger in Wunden legen.
In Wunden, die tagtäglich an die Oberfläche kommen, die
schmerzhaft sind und das Klima vergiften. Wohin man auch schaut
- Vernichtung und Verfälschung der natürlichen Lebenssysteme
der Erde, Terror, Angst, totale Kommerzialisierung des Lebens, Bedrückung,
manchmal auch Fassungslosigkeit, manchmal auch Resignation.
Es geht um Dinge des tagtäglichen Weltgeschehens - Dinge, die absolut schmerzhaft sind,
die mich berühren und mir manchmal die Tränen der Trauer
und des Mitgefühls, aber auch der Verzweiflung, der Wut und
der Angst in die Augen treiben. Es geht auch um das Verstehen der tatsächlichen menschlichen Beweggründe, die solches Geschehen möglich machen. Es gilt,
die Augen aufzumachen und alles das anzuschauen, was den Menschen unserer Zeit geschieht und was sie erleben.
Wegschauen, unter denTeppich kehren, Ist-doch-sowieso-egal-Haltung wird leider keine
Abhilfe schaffen. Es hilft auch nicht, sich das Leben schön
zu malen und das Unschöne zu ignorieren. Wenn die Dinge schöner,
besser, lebens- und menschenfreundlicher laufen sollen, müssen
wir das selbst tun, ein jeder für sich und in seinem ganz persönlichen
Umfeld. Das bedeutet auch "nein" sagen. Dort fängt es an, und
von dort kann es Kreise ziehen.
Wenn alles
angeschaut ist, wenn alle Tränen geweint sind, wenn aller Zorn
sich in kreative Veränderung verwandelt, dann werden die Menschen
eine bessere Welt erschaffen.
|